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Paragliding
GrandPrix 2004 - Technik Report

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Es kann ganz schön hart
sein, am Boden "gefesselt" zu sitzen und nur
mit einiges an Arbeitsstreß den Grand
Prix verfolgen zu können.
Ich bin TD im Grand Prix, Technical Director und darf
alles technische rund um GPS Auswertung und Ranglisten
und deren Auswertung organisieren und realisieren.
Daniel Hierling beim Einschreiben
bei Elisabeth
foto: c. kirsch |
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Hätte ich nicht fleißige und professionelle
Hilfe durch Elisabeth Rauchenberger gehabt, ich hätte
keine Chance gehabt, alles zeitnah fertig zu stellen...
warscheinlich würd ich heut noch dort sitzen.
Die größte Herausforderung aus technischer
und organisatorischer Sicht war, eine Auswertung und Ergebnisliste
schon kurz nach der letzten Landung eines Piloten zu haben,
ausgedruckt als Liste und Online im Internet als PDF.
Alles Inklusive GPS Download, Check Report vom Touch&Go
Feld oder der Video Aufzeichnung bei Safety Bojen und
Zeiten Check Report / Run Reports von der Ziellinie.
In beiden GrandPrix Interlaken und Villach hat dies nach
allen Anfangsproblemen super funktioniert.
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Interessant für mich war das leichtes
Chaos in Sachen Zuverlässigkeit und Genauigkeit
der GPS Geräte.
Die anzufliegenden Wendepunkte wurden mit einem Zylinder
im 100m Radius definiert.
Ungewohnt für einige Piloten so exakt und genau
zu fliegen.
Gerade bei den Sprint Tasks entschieden die Meter die
man zuviel flog und weniger das Gerät unter dem
der Pilot hing.
Gerade die MLR24 Geräte bewiesen
leider die größte Unzuverlässigkeit.
Es wurde in den "Zylinder" eingeflogen und
das MLR schlägt den Zeiger nicht um zum nächsten
Wendepunkt.
Oder noch schlimmer, das MLR24 schlägt
um und hat dies nicht aufgezeichnet, daß der Pilot
am Wendepunkt war.
Gottseidank fliegen die Piloten mit Backup
GPS. |
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gleicher Pilot, 1x MLR24 und 1x XC-Trainer
am cocpit |
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Zwei Beispiele.
Ein MLR24 zeigte nach dem Track Download, daß
8m vor dem Zylinder schon umgedreht wurde.
Im Flug zeigte das MLR24 dem Piloten, daß er drinn
war (Zeiger hat umgeschlagen zur nächsten Wende).
Das Backup Gerät, ein AIRCOTEC XC Trainer, brachte
die richtige Bestätigung, der Pilot war 15m im
Zylinder drinn!
Das macht eine Toleranz von 23m zwischen 2 Geräten.
Wobei das Aircotec Gerät hier das genauere Gerät
war, wenn man sich den kompletten Track und die "Sprünge"
im MLR Track ansieht.
Ein anderer MLR Track zeigte wieder das Verfehlen eines
Wendepunktes, das Backup war hier ein Renschler SOL17.
Im Renschler war dieser Wegpunkt ok. Dafür war
ein anderer Wegpunkt vom gleichen Renschler Track wegen
Verlußt der Kabelverbindung GPS - Sol17 nicht
ok.
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Den schlimmsten MLR24 Track, gibts hier ... ohne
Kommentar...
...und wie gesagt, gottseidank haben die Top Piloten
mindestens 2MLR Geräte oder ein anderes Backup-GPS
dabei.
Zuverlässiger in der Aufzeichnung waren prinzipiell
alle Garmin Geräte. Verwendet wurden von den Piloten
GpsMap76, eTrex-Vista und Gpsmap60CS.
Ungeschlagen in Präzision und Genauigkeit, was
die Tracks vom Paragliding GrandPrix angeht, der Empfänger
von Bräuninger/Flytec also das Compeo oder FlyTec5030
bzw. der Aircotec XC Trainer. Die Kombigeräte (Logger),
inkl. eingebautem GPS Empfänger scheinen die Beste
Lösung in Sachen Zuverlässigkeit zu sein. |
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Was sind die Ursachen dafür?
Eine schlechte Position (Montage) des GPS MLR24 kann
sicher eine Ursache sein, wenn Fehlaufzeichnungen erfolgen.
Vielleicht ist es da einfach zu empfindlich, wenn das
Gerät beim Kurvenfliegen etc. nicht mehr horizontal
liegt.
Zum anderen sind große Aufzeichnungsraten (z.B.
10sec oder 5sec Tracklog) unangebracht, bei einem Flugstil
wenn in die Wende nur kurz "hinein-wingovert"
wird.
Dies in Kombination mit einem vielleicht sehr preiswerten
GPS Modul innerhalb eines MLR bringen dann diese Fehlerbilder.
Was macht man selber als Pilot in solchen Situationen?
Im normalen Wettbewerb, GermanCup oder jeder FAI-2
wird mit 400m Zylinder geflogen. Der Streß, genau
die kleine 100m Säule in der Luft zu treffen (GrandPrix
- Zylinder) und dadurch knapp und schnell zu fliegen
fällt weg.
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Stefan Mast at work (takeoff and task
setting)
foto: c. kirsch |
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Wenn der Zylinderradius vom Wettbewerb auf 400m gesetzt
ist, dann in allen Geräten immer mind. 390m einstellen!
Egal ob MLR oder Flytec Logger.
Mit 400m Einstellung im MLR Gerät kann nur der
fliegen, der "sich etwas Zeit läßt"
beim wenden oder der exakt auf die Anzeige achtet, daß
die Entfernung zum Wendepunkt unter 390m ist.
Geräte möglichst am Cockpit horizontal montieren
und die Wende während der Aufzeichnung ohne Wingover
mit einem "horizontal montierten" GPS Empfänger
passieren.
Und letztes: Wer etwas ernsthafter Wettbewerbe fliegen
will und von GPS Fehlern etwas verschont bleiben will,
Backup Gerät in gleicher Performance wie Hauptgerät
besorgen, also mindestens sowas wie ein Garmin Gekko201.
Damit kann man zwar nicht vernünftig navigieren,
jedoch Aufzeichnen geht.
Ein Renschler Sol17 oder RUAG Datalogger oder MaxLogger,
alle ohne GPS Modul sind kein wirkliches Backup, sondern
nur "Zusatzspeicher". Der Speicher zeichnet
ja nur das auf, was das GPS daneben eventuell falsch
mißt.
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Andreas Rieck, 13-AUG-2004 |
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