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Auch wenn es ruppig wird liegt
der Schirm noch ziemlich satt in der Luft, gegenüber
meinem Bigfoot giert er auch nicht so arg, er
ist auch beim Rausfallen aus der Thermik schön
gedämpft. Ein wenig später, beim geraden Durchflug
durch eine Thermik mit offenen Bremsen haben wir
dann noch einen satten Frontstall
kassiert, der aber ohne Eingreifen absolut unspektakulär
wieder öffnete ohne das wir groß pendelten. Dann
mussten wir "dank" fehlender Thermik und Höhe
auch schon den Landeplatz in Bayrischzell ansteuern,
suchten trotzdem noch über dem Ort nach der legendären
Konvergenz, die just nicht da war.
Landeanflug mit vollem Speed, dabei
fiel mir das sehr gute Gleiten
auf, so das wir die eigentlich angepeilte
Wiese glatt überflogen und erst einen Acker später
aufsetzten. 1x gewickelt, full Speed auf den Boden
und sanft bei Nullwind ausgeflart. Mein
Urteil: Landeverhalten
sehr angenehm.
SMS an Thomas, der noch am Wallberg
kurbelte, das er uns abholen soll.
Ein netter Drachenflieger nimmt
uns mit hoch an den Vogelsang. Das ist meine Premiere
an dem Berg. Hab ja schon gehört das es ein Quasi
Klippenstart sein soll. Von weitem sehen wir den
Windsack leicht im perfekten Westwind wehen. Fliegen
bis der Rückholer kommt! Also raufgelaufen, ausgelegt
und gegen 18.30 Uhr raus - über uns drehte bereits
ein Schirm und ein Drachen.
Genau das gleiche Startverhalten
bei unserem ersten Start am Wallberg, jedoch weniger
Wind und praktisch keine Anlaufstrecke. Relativ
langsames Steigen, selbstständiges Drehen in den
Wind, kein Überschießen, Anbremsen, extrem kurze
Anlaufstrecke von einem Schritt! Also perfekt
für Klippenstart.
Der folgende Flug war wunderschönes
Sightseeing. Aufsoaren am Vogelsang, dann Einstieg
in den ruhigen Gipfelbart der uns nochmal bis
über 2000m trägt. Sicht rundum bis zum Hauptkamm,
Kössen, der Kaiser, alles in greifbarer Nähe.
Wir könnten weiterfliegen, wollen jedoch Thomas
nicht verärgern. Also einach Fliegen bis das Taxi
kommt.
Die Höhe nutze ich um den Schirm
nochmal auszutesten.
Ohren einklappen
mit den Hilfsschlaufen. Im Gegensatz zu den Soloschirmen
lassen sich diese recht einfach, und ohne viel
Gefummel packen. Mit kurz eingestellten Bremsen
ist dies allerdings nicht gut, die Ohren schlagen
leicht weil nicht weit genug heruntergezogen
werden kann. Also Bremsen loslassen und nochmal
ein bissel tiefer ziehen. Dabei kommen die
Ohren gut rein. Öffnen von allein nach kurzer
Verzögerung.
Wieder aufsteigen und nun Steilspirale.
Nach einer Umdrehung sind wir drin, auch ohne
Gewichtssteuerung.
Dosieren ist sehr gut möglich, die erste Spirale
bis 12m/sek. Ausleitung mit beidseitigem Bremsenzug
super einfach, wenig Nachschaukeln.
Zweite Spirale, nun mit Gewichtsteuerung und kurzem
Aufschaukeln, Einleitung schon nach einer halben
Umdrehung, maximales Sinken über 16m! und wieder
angenehmes Ausleiten.
B-Stall
hab ich nicht probiert, leider, dazu war am Schluß
die Höhe nicht mehr ausreichend.
Vor der Landung über Bayrischzell
noch ein paar gehaltene, nicht gegengebremste
Klapper. Wie schon
bei unserem Zerstörer über der Brecherspitze dreht
der Schirm nur langsam weg, öffnet sanft aber
trotzdem schnell, so ist die Gefahr von Gegenklappern
recht gering.
Die Landung wieder super einfach
bei kaum Wind mit sehr weichem Ausflaren.
Mein Fazit:
Start:
langsames, aber zuverlässiges Hochsteigen, kein
Überschießen, Drehen in den Wind, dafür sehr kurze
Anlaufstrecke.
Landung:
einfach, gut ausflaren möglich, im Endanflug Korrekturen
einfach
Klapper:
Weiche Ausleitung, kaum wegdrehen, unspektakulär
Frontstall:
unspektakulär
Ohren anlegen:
Durch die Anlegehilfe mit wenig Kraft möglich,
ziemlich tief ziehen, dann wenig Flattern der
Ohren, Öffnung selbstständig, kurz verzögert
Spirale:
einfache Ein- und Ausleitung, sattes Feeling,
hohe Sinkgeschwindigkeit möglich
Kurbeln:
mit wenig Gewicht flach zu drehen, mit viel Gewicht
super wendig
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