| Zwei Bodenlose waren dabei! Hier gibt
es eine kurze Zusammenfassung.
Ein Bericht von Andrea Brüggemann.
Videos gibts hier...
und hier ... 
Homepage: http://www.bgd-open.de/index.htm
25.05.04:
Raus aus dem Kessel...
aber erst mal weg vom Jenner, denn der Startplatz ist
für einen Wettkampf etwas zwergwüchsig. Die
Aufgabe: 101,5 km, Kössen und zurück.
Es geht vorbei am imposanten Watzmann und über
die beeindruckenden Felswände der Reiteralm (Alphorn).
Und für mich ging es danach bergab, wer muss die
Strecke denn auch zweimal sehen? 19 Piloten sind fleißig
zurückgeflogen, darunter natürlich auch Andreas
auf Platz 19. Ich bin trotzdem mächtig stolz, denn
wäre kein Wettkampf gewesen, hätte ich mich
nicht aus dem Tal herausgetraut.

26.06.04
Kesselrunde
Zweiter Tag, der Westwind hat zugenommen. Die Aufgabe:
57,8 km im Kessel hin- und herfliegen. Ist ja nicht
so mein Ding, aber dass ich mich schon beim ersten Besuch
der Blaueishütte versenken musste, hat mich schon
geärgert. Zum Glück hat Andreas wieder unseren
Boden gerettet, er flog auf Platz 22 ins Ziel.
27. & 28.06.04
Durchgang „cancelled“
Herrlich!!! Ausschlafen, lange Frühstücken,
die Landschaft am Boden genießen...
Abends am Campingplatz haben wir so gut gefeiert, dass
am nächsten Tag die Sonne hätte scheinen sollen...
(War wohl doch nicht genug!)
Am zweiten Regentag gab es eine geniale Führung
durch das Salzbergwerg. Kein Tourie-Nepp, sondern eine
Wanderung durch die endlosen Gänge des Bergwerks,
vorbei an den unterirdischen Soleteichen und Bohrlöchern.
Abends waren alle zu einer Schaumparty in die Watzmann-Therme
eingeladen. Normalerweise sieht man die Flieger ja nur
vermummt, jetzt wurden in der Sauna alle Hüllen
fallengelassen! Im Whirlpool mit einem „Landebier“
in der Hand ließ sich der Tag gut ausklingen.
29.06.04
Freifliegen
Leider verziehen sich die Wolken aus dem Berchtesgadenerland
nicht so schnell. Als am Wallberg die Flieger schon
wieder aufgedreht haben, wurde bei uns noch auf die
Entscheidung des Ligaausschusses gewartet. Die Abschattungen
waren zu groß und kein Talwind vorhanden; ein
Durchgang wäre ein Lotteriespiel gewesen. Aber
es hat noch für einen gemütlichen Freiflug
über den Königssee gereicht.

30.04.06
Nochmal raus aus dem Kessel!
Jetzt kenne ich die Strecke ja schon, es geht wieder
Richtung Westen. Also habe ich mir fest vorgenommen
ins Ziel zu fliegen; sind ja „nur“ 82,5
km. Der Hinweg läuft super, ich drehe sogar an
der Reiteralm mit einigen Toppiloten auf. Die Wende
am Loferer ist kurz danach geschafft und es geht auf
den Rückweg. Leider stehe ich doch wieder auf einer
schönen Alm und nicht am Landeplatz auf dem Boden.
Zwei sehr nette Österreicher nehmen mich über
einen kleinen Waldweg und über eine grüne
Grenze zurück an den Hintersee. Es war ein schöner
Fug. Trotzdem etwas Frust, 48 Piloten fliegen ins Ziel
und kein Bodenloser, denn Andreas hat die Grippe auf
dem Boden gehalten.

31.04.06
Vor der Front!
Obwohl von der schnell herannahenden Front die Vorboten
schon zu sehen waren, wurde noch ein kurzer Durchgang
geflogen: 30,3 km; 13:30 Uhr letzte Landung.
Kurz nach dem Start versenken sich einige Piloten in
der Abschattung. Ich nehme wie immer die erste Wende
am Kehlsteinhaus. Zurück zum Jenner, die Wolken
bauen schon ganz schön auf. Ich nehme die zweite
Wende mit angelegten Ohren, da die Wolken schon ordentlich
ziehen. Dritte Wende ist wieder das Kehlsteinhaus, jetzt
ist es schon nicht mehr zu sehen, die Wolkenbasis hat
sich deutlich gesenkt. Ich schaffe die dritte Wende
nicht mehr, mich spült der zunehmende Talwind rückwertsfliegend
auf eine große Wiese. Kurz danach wird der Durchgang
gestoppt (13:05 Uhr), 32 Piloten haben es ins Ziel geschafft,
ich war viel zu langsam.
Fazit
Gewonnen hat Bruno Arnold vor Andreas Malecki und Oliver
Rössel. Bei den Frauen hat Ewa Cieslewicz beeindruckt
und ist vor Elisabeth Rauchenberger und Monika Mack
ins Ziel geflogen.
Es gab noch ein Trostpflaster für mich. Obwohl
ich feststellen musste, dass bei einem Ligadurchgang
ein ganz anderer Wind weht, als auf der Ladies-Challange,
gab es noch einen Pokal für mich. Die BG-Open waren
gleichzeitig die Bayrischen Meisterschaften, dort bin
ich bei den Frauen auf Platz drei gelandet, hinter Dorothea
Stichelmair und Renate Griebl. Dies nehme ich als Ansporn
für die German-Open, wenn es wieder heißt:
„The Window is Open!“

Sieger Berchtesgaden Open
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