Erste Hilfe Seminar 2002

 

Erste Hilfe Seminar für Sportpiloten in München Wer hat die Situation nicht schon mal erlebt? Man steht am Start- oder Landeplatz und beobachtet wie es einen Fliegerkollegen unsanft runterhaut oder wie er - mit oder ohne Rettungsschirm - im Wald verschwindet. Was ist nun zu tun? Soll man überhaupt etwas tun? Gibt es nicht genügend andere Leute vor Ort, die das viel besser können?

Die Erfahrungen professioneller Rettungskräfte zeigen, daß dies häufig nicht der Fall ist und durch Fehler bei der Erstversorgung sowie der Alarmierung der Rettungskräfte häufig wertvolle Zeit verstreicht! Aus diesem Grund haben wir vom Münchner Gleitschirmverein Bodenlos e.V. am 9. April ein Erste Hilfe Seminar speziell für Sportpiloten veranstaltet, die Inhalte waren präzise auf die Problematik von Flugunfällen abgestimmt. Dozent war Georg "Schorsch" Krauser, jahrzehntelanger Gebirgsrettungsspezialist bei Bundeswehr (SAR), MHD, BRK und Bergwacht.

Auf teils sehr amüsante und unterhaltende Art und Weise wurde uns nähergebracht, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält. Hierzu gehört zu allererst das selbstbewußte, konsequente und vor allem überlegte Organisieren der Hilfsmaßnahmen. Alle für den Notruf wichtigen Informationen zusammentragen (das sind einige), für Ruhe am Unglücksort sorgen, den Verunfallten und sich selbst sichern, eine Hubschrauberlandung - unter Umständen mit Seilrettung - optimal vorbereiten und unterstützen sowie natürlich die Versorgung des Verunglückten durch lebensrettende Sofortmaßnahmen waren Thema der vierstündigen Abendveranstaltung.

Das Beste: Georg bietet diese Vorträge ehrenamtlich und kostenfrei (bis auf die Spesen) auch anderen Vereinen an! Neben Demomaterial und zahlreichen Folien hatte er auch noch für jeden Teilnehmer ein 25seitiges bebildertes Skriptum dabei, welches jetzt auch in Farbe auf www.gleitschirm-faq.de veröffentlicht wird.

Wir hoffen, daß zahlreiche weitere Vereine diesem Beispiel folgen, und von dieser einzigartigen Möglichkeit Gebrauch machen. Gerade auf Vereinsausflügen kann es zum unschätzbarem Vorteil werden, einige versierte Helfer für den Fall der Fälle dabei zu haben.

Markus Haubt, bodenlos